Spielekonsolen: 70% unnötiger Stromverbrauch
Autor: Helix
Eine Studie unter US Spielern zeigt nun was im Prinzip schon lange absehbar war: die meiste Energie verschwenden Spielekonsolen im Idle, also einfach mit Nichtstun – deutlich mehr als unter Last und im Standbybetrieb zusammen. Die Forscher haben die Messdaten im Zeitraum von Anfang 2010 bis 2011 erhoben und diese nun in einem 16 Seiten starkem Werk ausgewertet. Egal ob XBox 360, Playstation 3 oder Nitendo Wii, der meiste Strom wird beim Warten auf den Spieler verschwendet. Gerade in Kombination mit dem Smartphoneboom und die immer engere Anbindung an soziale Netzwerke steht die Vermutung nahe, dass die Spieler immer weniger Zeit im Spiel selbst verbringen, die Konsolen aber trotzdem permanent angeschaltet sind.
In Zahlen ausgedrückt wird klar was gemeint ist: Ganze 890 Gigawattstunden an elektrischer Energie entfallen auf Baller-, Renn- und Arcadespiele, also den Lastbereich. Der bisher immer als schwarzer Peter angeprangerte Standbybetrieb liegt mit 90 Gigawattstunden nur auf dem dritten Platz, auch wenn es sich hier zum 100% um unnötige Verschwendung handelt. Absolut ungeschlagen an erster Stelle im Energiebedarf steht der Idle Betreib – mit sagenhaften 4100(!) Gigawattstunden.
Was kann man also tun, um den Stromverbrauch nachhaltig und gewaltig zu senken? Nun ja, eigentlich ist es ganz einfach. Wenn man den Stecker der Konsole konsequent zieht (oder die Steckerleiste ausschaltet), der spart schon einmal immense Summen statt diesen im Standbymodus zu verbraten. Zudem bieten die Konsolen einen Auto-Off Modus, der diese nach einer voreingestellten Zeit des Nichtstun automatisch ausschalten – dieser muss jedoch manuell in den Einstellungen aktiviert werden – ein Unding in unseren Augen. Die zweite These klingt eigentlich absurd und ist dennoch wahr: länger zocken ist sinnvoller, als die Konsole einfach nur stehen zu lassen. Fazit: Spielen so lange und so oft man will, aber danach konsequent ausschalten, Leerlaufzeiten vermeiden.
Quelle: TechFieber



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