Neue mini-ITX Boards mit Intel Cedar Trail

Autor: Helix

Zum Start der neuen Intel Atom Prozessoren der Cedar-Trail-Serie hat Intel fünf passende Mini-ITX-Mainboards vorgestellt, alle passiv gekühlt und mit jeweils nur leicht unterschiedlicher Ausstattung.

Die Intel Atom Prozessoren sind seit dem abebben der Netbookwelle kaum noch im Gespräch und dennoch allgegenwärtig. Trotz ihrer geringen Leistungsfähigkeit kommen sie dort zum Einsatz, wo der Stromverbrauch wichtiger als die absolute Leistung ist, oder es nur einfache Aufgaben zu erfüllen gilt. Die neueste Generation der Intel Atom Prozessoren trägt den Namen Cedar Trail und wird nun in 32nm gefertigt. Der neue Herstellungsprozess spart Strom in allen Lebenslagen, und brachte den Ingenieuren von Intel neue Möglichkeiten für die ein oder andere Verbesserung am Design.

So beherrschen die Chips nun den C6 Powerstate, einen besonders tiefen Schlaf bei 0,3 Volt und einer Leistungsaufnahme von 0,1 Watt – dennoch kann der Rechner innerhalb von Sekundenbruchteilen wieder erwachen. Weiteres Merkmal der neuen Generation: Sie sind ausschließlich als Dualcore zu haben, die Singlecores wurden aus dem Programm gestrichen, wahrscheinlich waren sie doch ein wenig zu lahm.

Weitere Änderungen betreffen die Grafikeinheit, die auf den Namen GMA 3600 beziehungsweise GMA 3650 hört und höher taktet als ihre Vorgänger. Zudem wird nun die HD Videowiedergabe unterstützt, welche jedoch auf sehr wenige Formate (MPEG2, VC1, AVC, H.264) beschränkt ist. Mit den passenden Treibern sollten sich also Flashanwendungen und Videos endlich flüssig wiedergeben lassen. Nichtsdestotrotz arbeiten die CPUs immer noch auf unterirdischem DirectX9 Niveau, was nicht nur veraltet ist, sondern auch eine größere Bandbreite von Hardwarebeschleunigung verhindert.

Passend zu den neuen CPUs stellte Intel auf der IDF fünf Mini-ITX Mainboards vor, die sich hauptsächlich in Ausstattung und Ausführung unterscheiden. Allen gemeinsam ist die passive Kühlung der Boards, wobei diese kritisch hinterfragt werden muss – 60 Grad unter mittleren Lastverhältnissen sind dann keine Seltenheit mehr. Über die Cedar Trail Grafikeinheit, welche ein lizensierter PowerVR-Kern ist, lassen sich die Videosignale wahlweise via D-SUB, DVI, HDMI oder Displayport wiedergeben, auch der Multimonitorbetrieb ist jetzt möglich.

Die Verwendung von DDR3 Speicher führt neben einer leicht gesteigerten Leistung auch zu einer geringeren Leistungsaufnahme, was der Gesamteffizienz dienlich ist. Je nach Board gehen die Einsatzmöglichkeiten vom schlanken Office PC über die digitalen Festplattenrecorder bis hin zum Kiosksystem oder der medizinischen Anwendung. Alles in allem sind die neuen Atom Prozessoren und ihre Neuerungen jedoch als gemächlicher Fortschritt zu bezeichnen, was auf deren Einsatzgebiet allerdings nicht weiter stören sollte.

Zur Übersicht der neuen Cedar-Trail Mainboards bei Intel.

Quelle: VR-Zone

       

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