Neue Fertigungstechnik für Solarpanel – halber Preis

Autor: Helix

Twin Creeks, ein Start-Up Unternehmen für Photovoltaiktechnik hat ein neues Verfahren entwickelt mit dem sich Solar Panels zum halben Preis gegenüber herkömmlichen Modulen herstellen lassen. Hierfür setzt Twin Creek zwar weiterhin auf Silizium als Rohstoff, jedoch bringt ein Wasserionen- Beschleuniger den Durchbruch.

Im herkömmlichen Verfahren stellt man eine Solarzelle wie folgt her: Man nehme einen 200mm Silizium Wafer, schneide ihn in Scheiben   mit 0,2 mm Dicke und klebe das ganze dann auf eine Glasplatte um die nötige Stabilität zu erreichen. Das Problem an dem Verfahren: Durch das Schneiden entstehen rund 50% Verschnitt, die unbrauchbar sind. Von jedem Siliziumkristall wird also die Hälfte weggeworfen, weil bisher bessere Fertigungsmethoden fehlten. Zudem lassen sich keine dünneren Scheiben herstellen, da diese beim Schneidvorgang verplatzen würden.

Das Verfahren von Twin Creeks ist im Grundsatz vollkommen identisch. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass man einen Ionenbeschleuniger zum Schneiden der Wafer einsetzt. Dieser schneidet den Kristall mit einem Strahl aus Wasserionen und teilt den Kristall damit beinahe unsichtbar durch. Mit einer Erhitzung und Verdampfung des Wassers wird der gewonnene Wafer dann abgesprengt, während ein Roboterarm ihn behutsam weitertransportiert.

Anschließend wird der Wafer, der mit einer Dicke von 0.02 Millimeter gerade einmal 10 mal so dünn ausfällt wie seine herkömmlichen Kollegen, auf eine Metalloberfläche aufgebacken. Da diese ebenfalls sehr dünn ausfallen kann, sind mit dem neuen Verfahren auch biegsame Solarzellen möglich, ohne etwas am Grundsatz des Verfahrens geändert zu haben.

Doch das vielleicht wichtigste ist wohl der Preis: Mit Kosten von gerade einmal 40 Cent pro Watt kosten die so hergestellten Solar Panel nur die Hälfte von den Modulen, die derzeit aus Fernost den Markt überschwemmen. Mit dieser Weiterentwicklung nähert sich die Solarenergie ihrer Durchsetzung gegenüber fossilen Energien, auch wenn noch ausreichende Zwischenspeicher entwickelt werden müssen, um die Tageszeitbedingten Födermengen einzufangen. Dennoch: der Anfang ist getan.

Quelle: Extremetech

       
  • Hallo,
    also ich bin schwer begeistert von dieser neuen Technologie. Diese bringt völlig neuen Wind in die Solarbranche. Auch für uns Bastler ist sie sehr interessant, da die Solarmodule ganz anders bearbeitet werden können. Ich würde zB. einen alte ausgediente Sat- Schüssel von einem Durchmesser von 2,5 m nehmen und diese mit den flexpanelen bekleben und mit Epoxid versiegeln.
    Also wiedermal was neues.
    Es ist nur schade das man kaum an diese neuen Produkte ran kommt.

    Viele Grüße Ralf

  • 40 Cent pro Watt in der Herstellung hört sich natürlich vielversprechend an und könnte die Solartechnik noch attraktiver machen, insbesondere wenn die biegsamen Panels zu günstigen Preisen erhältich wären. Zur Zeit kosten sie allerdings noch weitaus aus mehr als die Panels, die auf Alurahmen befestigt sind. Ich habe gerade mal nach Twin Creeks gesucht, aber wie man lesen kann, haben sie die Produktion leider eingestellt, was sehr schade ist. Zu den Gründen konnte ich leider auch nichts erfahren. Da bleibt nur zu hoffen, dass es andere Unternehmen geben wird, die in eine ähnliche Richtung gehen und Solartechnik noch effizienter und günstiger gestalten.

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