Stromspartipps: Den PC entrümpeln
Autor: Bjoern
Viele PCs, vor allem ältere Modelle, stecken voller ungenutzter Komponenten. Das hat gleich mehrere Nachteile: Allem voran wäre da unnötiger Stromverbrauch, denn auch wenn die Komponenten nicht genutzt werden benötigen sie Strom. Außerdem nehmen sie Platz im Gehäuse des PCs ein, was im schlechtesten Fall die Kühlung beeinflusst wenn der Luftstrom im Gehäuse dadurch behindert wird. Beides, der Stromverbrauch und die Beeinträchtigung der Kühlung machen den Computer lauter. Ein dritter Nachteil betrifft das Betriebssystem: Für die Komponenten müssen gegebenenfalls Treiber geladen werden, was den Startvorgang ein wenig verlangsamt und im schlimmsten Fall auch das ganze System ausbremst.
Zugegeben, die aufgeführten “Probleme” sind alle in ihrer Auswirkung recht gering. Aber Watt kommt zu Watt und was bei einem PC wenig erscheint, kann beispielsweise bei einem großen Büro schon ziemlich viel ausmachen. Im Allgemeinen sollten Komponenten-Treiber auch kein Betriebssystem lahmlegen und nach dem Ausbau überflüssiger Teile wird der PC wahrscheinlich auch nicht plötzlich flüsterleise (obwohl gerade hier je nach Gehäuse und Verkabelung eine deutliche Verbesserung erreichbar ist).
Genug geredet, kommen wir zu den typischen Rauswurf-Kandidaten.
Diskettenlaufwerke raus
Diskettenlaufwerke waren toll, als Programme noch nicht viel größer waren als 2,8 MB, was so ungefähr das höchste der Gefühle in Sachen Speicherkapazität von 3,5-Zoll-Disketten war (abgesehen von diversen Speziallösungen, die sich aber nie so wirklich durchsetzen konnten). Trotzdem stecken in vielen PCs noch Diskettenlaufwerke. Sie rödeln beim Booten (weil nach einer Bootdiskette gesucht wird) nerven im Windows-Explorer und verbrauchen ansonsten einfach nur Strom (im Schnitt um die vier Watt).
Also raus damit!
BIOS-Updates kann man auch per USB-Stick machen und ganz allgemein kann heutzutage fast jeder Computer von USB booten. Nur bei ganz alten Rechnern, die keine USB-Sticks unterstützen oder vielleicht gar kein USB haben, kann man überlegen, das Diskettenlaufwerk drin zu lassen. Moderne Mainboards unterstützen sowohl das Booten von USB-Medien, als auch das BIOS-Update vom Stick direkt aus dem BIOS selbst heraus.
Booten vom USB-Stick
- Mit dem com! Boot-Stick-Builder können mit wenigen Klicks bootfähige USB-Sticks mit verschiedenen Rescue- oder Linux-Systemen erstellt werden.
- Ein Bootstick zum Installieren von Vista lässt sich mit wenigen Befehlen ganz ohne Zusatztools erstellen und für Windows 7 bietet Microsoft sogar ein extra Tool an, mit dem ein Bootstick erstellt werden kann: Windows 7 USB/DVD Download Tool.
- Für BIOS-Updates kann auch ein alter USB-Stick noch verwendet werden: BIOS Update per bootfähigem USB-Stick
Und wer trotzdem nicht auf ein Diskettenlaufwerk verzichten möchte, der kann sich auch ein externes Floppylaufwerk für den USB-Anschluss holen, zum Beispiel das Teac FD-05PUW Floppy Drive. Das kann dann bei Bedarf angeschlossen werden, und zwar an dem PC, an dem es gerade benötigt wird.
In neuen Komplett-PCs sind Floppylaufwerke kaum noch zu finden, trotzdem sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass Sie nicht einen der wenigen Rechner mit Floppy erwischen.




Bisher keine Kommentare.