Open Planet Ideas – Die finale Idee: GreenBook
Autor: Bjoern
Jetzt steht sie fest: Die finale Idee des Wettbewerbs Open Planet Ideas von Sony und dem WWF. Aus über 400 eingereichten Konzepten kamen acht in die engere Wahl, von denen nun GreenBook, eine Web-Plattform für „grüne” Aktionen, als Gewinner ausgewählt wurde und jetzt umgesetzt werden soll.
GreenBook, eingereicht von Paul Frigout, soll eine Plattform für das Bewerben von Umweltschutzaktionen sein, an denen jeder teilnehmen kann. Über eine News-Funktion soll jeder Meldungen rund um Umweltschutz-Aktionen in seiner Nähe lesen und sich direkt daran beteiligen können.
So sollen vor allem lokale Aktionen beworben werden können, für die freiwillige Helfer gesucht werden. Das können die verschiedensten Aktionen sein: Vom gemeinsamen säubern eines Parks über firmeninterne Öko-Programme bis hin zur Förderung nachhaltigen Konsums. Nutzer sollen mit GreenBook unter anderem eigene Services anbieten, Spenden tätigen, Belohnungen erhalten und Petitionen unterzeichnen. Alles Dinge, an denen jeder ganz einfach teilnehmen kann.
Geo-Lokalisierungen und Social Gaming-Elemente
Um die Motivation der Teilnehmer zu steigern ist das ganze wie ein Spiel aufgebaut: Für die Teilnahme an Aktionen gibt es verschiedene Belohnungen – beispielsweise in Form von Punkten oder auch von Rabattgutscheinen. Wer genug Punkte gesammelt hat steigt ein Level auf und schaltet neue Funktionen auf GreenBook frei. So soll man sich zum Beispiel erst einige Level hocharbeiten, bevor man selbst Aktionen einstellen kann.
„Wir haben GreenBook ausgewählt, weil es ein großes Potenzial besitzt, Leute zusammenzubringen und zum Mitmachen zu motivieren“, sagt Morgan David, Leiter der Sony Broadcast & Professional Research Labore sowie Mitglied des Open Planet Experten-Teams. „Wir glauben außerdem, dass die Applikation durch die Anwendung seiner innovativen Sozialtechnologie neues Leben in das uralte Konzept der ehrenamtlichen Tätigkeit bringen wird.“
Jean-Paul Jeanrenaud, Corporate Relations Director von WWF International, betont: „Wir sind davon überzeugt, dass es sich um ein aufregendes Konzept handelt, das Leuten ermöglicht, zusammenzukommen. Mit GreenBook können sie Zeit und Energie ihrer jeweiligen Region widmen und einigen der zentralen Umweltherausforderungen begegnen, denen wir heute gegenüberstehen.“
Mit GreenBook soll so in vielen kleinen Schritten etwas für das Große Ganze getan werden. Auf der Suche nach neuen Aktionen bekommen die Nutzer Umwelt-Informationen und Hintergrundwissen vermittelt, das sie gegebenenfalls direkt umsetzen können. Den Machern schweben Öko-Flashmobs, mehr nachhaltiger Konsum und ganz viel Aktivität für den Umweltschutz vor. Wenn tausende User auch nur eine Stunde pro Woche für ein Aktion aufbringen käme da schnell eine ganze Menge Arbeitszeit zusammen.
Umsetzung als „White Label“-Application
Das Konzept klingt interessant und hat sicherlich das Potential. Im Gegensatz zu existierenden Plattformen, wie beispielsweise GreenAction von Greenpeace, könnte GreenBook durch seinen Spiel-Charakter eine deutlich größere Zielgruppe dazu motivieren, an möglichst vielen Aktionen teilzunehmen und sich langfristig mit der Plattform zu beschäftigen.
Auch wenn es bei Open Planet Ideas darum ging, ein Umweltschutz-Konzept unter Verwendung von Sony-Produkten zu entwickeln, ist Greenbook nicht darauf beschränkt und sollte es auch nicht sein. So ist wird jetzt auch als Ziel genannt, die Software gemeinsam mit Dritten weiterzuentwickeln und als so genannte „White Label“-Application allen interessierten Organisationen zur Verfügung zu stellen.
Das Ganze könnte als Kombination aus Webseite und Handy-Anwendung entwickelt werden und auch, wie es im Konzept der Fall ist, als Anwendung für Sonys PlayStation Portable. Hier wäre es beispielsweise sehr spannend, wenn Sony seine Geräte mit einer vorinstallierten GreenBook-Anwendung ausliefern würde.
Wir dürfen also gespannt sein, was aus dem GreenBook-Konzept wird. Als Sieger des Wettbewerbs geht es jetzt in die Realisierungsphase über, in der einerseits die Machbarkeit weiter überprüft wird und an deren Ende vielleicht sogar die fertige Plattform stehen könnte. Diese letzte Phase wird im April abgeschlossen. Viel Zeit also, um zusammen mit der Entwicklungsabteilung von Sony GreenBook Realität werden zu lassen.
Mehr auf Open Planet Ideas.







Bisher keine Kommentare.