Kurztest: Portables Solar-Ladegerät Aurora4

Autor: Stephanos

Auf der IFA kam es zum ersten Kontakt mit der Firma me2solar, die auf der Messe verschiedene Solar-Module vorstellte, unter anderem auch das Aurora 4, ein kleines Solarladegerät für unterwegs. Uns wurde von der Firma Euro-Line Solar GmbH ein Testexemplar zur Verfügung gestellt, wofür wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchten.

Leider erreichte uns das Testexemplar erst um den 18/19 September, ansonsten hätte ich einen wunderbaren Test in meinem Urlaub in Syrien und dem Libanon machen können. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis ca. 40 Grad hätte das Aurora 4 seine Leistung wahrscheinlich komplett ausspielen können. So mussten wir uns statt dessen mit dem norddeutschen Oktober-Wetter zufrieden geben.

Das faltbare Solarpanel selbst ist aus Ripstop-Nylon hergestellt, aus welchem auch Fallschirme hergestellt werden. Es macht einen soliden und robusten Eindruck. Die flexiblen CIGS-Solarzellen sollen eine Ausgangsleistung von 5V bei 800 mA haben. Da müssen wir uns auf die Herstellerangaben verlassen, denn leider konnten wir dies aufgrund fehlender Messgeräte nicht überprüfen.

Aurora 4 Verpackung

Aurora 4 zusammengefaltet

Zum Laden von Geräten verfügt das Aurora 4 über einen USB-Anschluss. So lässt sich alles, was per USB geladen werden kann (Handys, MP3-Player, etc.), auch mit dem Aurora 4 laden. Neben einem USB-Kabel befinden sich im Lieferumfang zusätzlich diverse Adapter für die gängigsten Geräte, die noch nicht über einen USB-Anschluss zum Laden verfügen.

Für optimale Ergebnisse sollte das Solarpanel immer senkrecht zur Sonneneinstrahlung ausgerichtet sein. Wenn es nicht reicht das Panel hinzulegen, kann es an zwei eingearbeiteten, stabilen Metallösen aufgehängt werden. Mitgeliefert werden hierfür auch zwei Karabinerhaken. Das Panel selbst ist wasserfest, bei einem kleinen Schauer muss man es also nicht möglichst schnell einsammeln sondern kann abwarten und hoffen, das die Sonne bald wieder scheint (die meisten Handys sollten aber trotzdem so schnell wie möglich eingesammelt werden…).

Aurora 4 ausgeklappt Rückseite

Aurora 4 ausgeklappt Innenseite

Lieferumfang:

  • Aurora 4 Solarpanel
  • mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • USB Ladekabel
  • 8 Adapter für Mobiltelefone u.ä.: LG, 2 x Samsung, Apple G3, 2x Nokia, Mini-USB und Micro-USB
  • 2 Karabinerhaken
  • Gummimanschette

Aurora 4 Zubehör

Das Aurora 4 wiegt um die 180 gr. und hat im gefalteten Zustand eine  Größe von 22,7 x 12,7 x 1,27 cm. Ausgeklappt beträgt die Größe 63,7 x 22,7 x 0,07 cm.

Der Test

Da die letzten Tage sehr sonnig waren, konnte am Sonntag der erste Test vollzogen werden. Der Test startete um ca. 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein, das zu ladende Gerät, ein HTC Desire, wurde per Micro-USB mit dem Aurora 4 verbunden. Auf dem Telefon selbst wurde auch sofort das Ladesymbol sichtbar.

Für eine gute Leistung ist es wichtig, dass das Solarpanel im freien verwendet wird und nicht hinter Glasscheiben, also auch nicht im Auto. Das Glas filtert nämlich gerade die Wellenlängen aus dem Sonnenlicht, die für die Stromerzeugung am wichtigsten sind. Das Aurora 4 wird zwar auch hinter Glas Strom liefern, aber eben bei weitem nicht so viel wie es ohne “Glasfilter” könnte.

Aurora 4 mit USB Kabel

In der Beschreibung des Herstellers wird von einer Ladedauer von ca. ein bis zwei Stunden für Mobiltelefone  gesprochen. Im HTC Desire ist ein 1400 mAh Akku verbaut, dieser hatte zu Testbeginn noch eine Kapazität von 79 Prozent. Nach etwa 45 Minuten stand die Akku-Anzeige auf 94 Prozent. Ein recht gutes Ergebnis, bedenkt man dass die Oktobersonne nicht mehr die Stärkste ist und das Solarpanel bei weitem nicht optimal zur Sonne ausgerichtet war, da es an Ästen hing.

Für den grösseren Strombedarf gibt es von me2solar auch noch die leistungsfähigeren Solarpanels Xpedition. Hier leistet das größte Panel bis zu 62 Watt. Allerdings lassen sich bis zu 4 Solarpanel zusammen schliessen, so das man am Ende im günstigsten Fall 248 Watt Strom erzeugen kann. Die Xpedition-Serie wurde nach der DIN “MIL-STD-810″ hergestellt und ist primär für die Stromversorgung an der Kriegsfront entwickelt worden. Dem entsprechend ist es auch Wasserfest, staubdicht und kugelsicher und man kann laut Webseite auch mal mit einem Panzer drüberfahren. Mit einem Preis von 799 € ist das größte Solarpanel aber wohl eher etwas für Expeditionen, wie der Name schon andeutet.

Fazit

Der Schwerpunkt des Aurora 4 liegt meines Erachtens nach vor allem im Camping- oder Tourenbereich. Bei Rad,- Reit- oder Wandertouren, am Strand oder im Park fernab einer Steckdose kann einem das Aurora 4 auf jeden Fall helfen, die Kommunikation mit der Zivilisation aufrecht zu erhalten.

Aufgrund der kleinen und leichten Packmaße wird das Aurora 4 auf keinen Fall wichtigen Platz wegnehmen. Der Preis liegt mit 99 Euro noch mit akzeptablen Bereich. Das Aurora 4 ist definitiv praktisch und nicht nur ein Öko-Gadget.

       

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