Kurztest: EMTEC M600 Eco USB-Stick

Autor: Bjoern

Vor kurzem hatten wir bereits über den biologisch abbaubaren USB-Stick M600 von EMTEC berichtet, jetzt konnten wir uns das gute Stück einmal genauer ansehen. Auf den ersten Blick sieht er nicht besonders aus, eher sogar sehr schlicht, das Besondere an diesem Stick steckt aber im auch Material aus dem er gemacht wurde.

Ein Gehäuse aus biologisch abbaubarem Material

Das Gehäuse besteht komplett aus Polyactid (PLA), einem Kunststoff, der beispielsweise aus Maisstärke hergestellt wird, und der zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist – anders ausgedrückt: Unter den richtigen Bedingungen (die nicht bei normaler Benutzung “entstehen”) verrottet das Gehäuse innerhalb von etwa 108 Tagen zu CO2 und Wasser. Lediglich die “Innereien”, also die eigentliche Hardware, muss nach wie vor gesondert entsorgt werden.

Ein so kleines Gehäuse aus biologisch abbaubarem Material mag nicht nach einem großen Beitrag zum Umweltschutz aussehen, aber es ist ein Anfang. Ein Anfang, den wir gerne von weiteren Herstellen sehen würden und auch bei weiteren Produkten. Allein 2009 wurden weltweit geschätzte 184 Millionen USB-Sticks verkauft. Das bedeutet eine Riesenmenge Plastikmüll nur durch USB-Stick-Gehäuse.

Die Verpackung des M600 Eco ist übrigens auch möglichst ökologisch gehalten: Sie besteht zum größten Teil aus mit Farbe auf Soja-Basis bedrucktem Recycling-Karton. Ganz auf Plastik wurde aber nicht verzichtet: Der Stick steckt in der Packung hinter PET-Kunststoff.

Verarbeitung und Geschwindigkeit

Das Gehäuse des Sticks fühlt sich wie normales, etwas raueres Plastik an. Man hat zwar das Gefühl, das irgend etwas anders ist, aber das dürfte eher vom Wissen über das verwendete Material kommen, als vom Stick selbst. Über einen solide wirkenden Schieber kann der USB-Stecker ein- und ausgefahren werden. Insgesamt wirkt die Verarbeitung recht robust und macht einen guten Eindruck.

Auf den Einsatz von Farben auf dem M600 wurde verzichtet, damit das Gehäuse nicht durch Lacke “verunreinigt” wird. Statt dessen sind alle Beschriftungen in das Plastik eingelassen. Unter der Erdkugel auf der Vorderseite befinden sich LEDs, die in wechselnden Farben leuchten, sobald man den Stick in den Rechner steckt (was sich leider nicht abschalten lässt, aber es ist zum Glück nicht allzu störend).

Lese- und Schreibgeschwindigkeit sind mit 15 MB/s lesend und 8 MB/s schreibend angegeben. In unseren Tests erreichten wir sogar eine Lesegeschwindigkeit von knapp 16 MB/s. Beim Schreiben erreichte die 4GB Variante beim File Benchmark von HDTune nur etwa 4 MB/s (getestet wurde an einem HP Touchsmart TM2). Bei den größeren Sticks dürfte dieser Wert jedoch höher liegen. Die angegebenen 8 MB/s werden wohl für die 16 GB Variante gelten. Beim normalen Benutzen war die Geschwindigkeit des 4GB M600 Eco allerdings gefühlt völlig ausreichend.

Der Stick ist in Größen von 4GB bis 16GB erhältlich, zu Preisen von etwa 14 bis 45 Euro, je nach Modell.

Das Experiment

Das Besondere am EMTECT M600 Eco ist das PLA-Gehäuse. “Herkömmliches” Plastik verrottet erst nach 450 Jahren, der Eco-Stick soll, wie bereits erwähnt, unter optimalen Bedingungen nach etwa 108 Tagen komplett verschwunden sein. Ein Zeitraum, der kurz genug ist, um das ganze auszuprobieren.

Wir wollen versuchen die benötigten Bedingungen für die Zersetzung ganz simpel mit einem Blumentopf voll Erde, Wasser, Wärme und Kälte zu simulieren und werden das ganze selbstverständlich dabei dokumentieren. Ob so die nötigen Bedingungen geschaffen werden ist allerdings fraglich. Ein vernünftiger Komposter wäre besser geeignet, aber da ließe sich der Prozess leider nicht beobachten. Den Versuch ist es aber trotzdem auf jeden Fall wert.

Wir werden den Fortschritt des Experiments regelmäßig im Forum dokumentieren. Drückt uns die Daumen, dass es klappt.

       
  • Anonymous

    Seit wann läuft dieses Experiment? Und wie sieht der Stick jetzzt aus?

  • Rudi Hartwig

    Das ist doch nur Marketing und kein sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz. Der relevante Teil des Stocks liegt doch im Inneren und der Teil ist Sondermüll.

  • Das Experiment läuft noch immer (es hat sich bisher nichts getan), denn unser alter Versuchsaufbau war wenig erfolgreich. Ein neuer Aufbau ist in Arbeit und dann geht von vorne los.

Neuen Kommentar verfassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht


*



Folgende HTML-Tags können im Kommentar verwendet werden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>



Unprintable Blog

Bitte drucken Sie diese Webseite nicht

Unnötiges Drucken verursacht nicht nur unnötige Kosten für Papier und Tinte/Toner. Produktion und Transport dieser Verbrauchsmaterialien hat auch negative Auswirkungen auf die Umwelt. Jede nicht ausgedruckte Webseite hilft die Papierverschwendung zu reduzieren und damit die Umwelt zu entlasten.

Benutzen sie statt dessen bitte den PDF-Download auf der Seite, die Sie drucken wollten.

Powered by "Unprintable Blog" für Wordpress - www.greencp.de